
Beim Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit, handelt es sich um eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels. Kurz, der Zucker kann im Körper nicht richtig verwertet werden. Obwohl der Zuckerspiegel im Blut ständig erhöhte ist, müssen die Zellen hungern. Den meisten Diabetikern fehlt Insulin, ein Hormon der Bauchspeicheldrüse. Insulin ist dafür verantwortlich, dass Zucker in die Zelle gelangen kann.
Ungefähr 5% der europäischen und US-amerikanischen Bevölkerung leiden an dieser Krankheit. Woher kommt der Name? Wie sehr viele andere Worte, die sich schlau anhören und unverständlich sind, kommt auch Diabetes mellitus aus dem Griechischen. Übersetzt bedeutet es "honigsüßer Durchfluss". Einfach ausgedrückt: Zuckerkranke müssen oft Wasser lassen und der Urin schmeckt süß. Dass er wirklich süß schmeckt, wusste wohl niemand so genau wie die Ärzte in früheren Zeiten. Um die Zuckerkrankheit festzustellen, haben sie ihn wirklich gekostet.
Wieso schmeckt der Urin süß?
Wie schon oben erwähnt, ist zuviel Zucker im Blut. Gewöhnlich entsteht der Urin als Filtrat des Blutes in der Niere. Auch bei Gesunden gelangt eine gewisse Menge Zucker mit in den Urin, dieser wird aber fast vollständig von der Niere wieder zurückgewonnen. Ab einer bestimmten Menge schafft die Niere es aber nicht mehr die gesamte Glucose zurückzuhalten. Eben dieser viele Zucker ist auch für die erhebliche Urinmenge, den Durchfluss, verantwortlich zu machen. Er zieht einfach das Wasser mit. Zucker ist giftig Natürlich weiß jeder, dass Zucker nicht wirklich giftig ist. Wie bei fast allen anderen Giften, ist die Giftigkeit auch beim Zucker eine Frage der Menge. Wenn der Blutzuckerspiegel über eine lange Zeit hoch ist, schädigt das die Gefäße in einem erheblichen Maß. Herzinfarkt, Blindheit und Schlaganfall können die Folge sein. Deshalb ist es extrem wichtig diese Krankheit früh zu erkennen und zu behandeln.
Die wichtigsten Typen
Diabetes bedeutet nicht gleich Insulinspritzen. Unter dem Begriff Diabetes mellitus werden verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst, in deren Mittelpunkt ein zu hoher Zuckerspiegel steht. Irgend etwas stimmt mit dem Glukosestoffwechsel nicht. Das Insulin, ein wichtiges Hormon der Bauchspeicheldrüse, welches meist noch im gleichen Atemzug mit der Zuckerkrankheit verwendet wird, steht nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung. Ohne Insulin kann der Zucker nicht in die Zellen aufgenommen werden. Die häufigste Form dieser Erkrankung, 90% aller deutschen Diabetiker sind davon betroffen, wird auch Typ-1 Diabetes genannt. Insulin ist zwar reichlich vorhanden, wirkt aber nicht richtig auf die Körperzellen.
An zweiter Stelle steht der Typ-2 Diabetes mit 5% aller Erkrankten.
Beim "Altersdiabetes" ist meistens Abnehmen angesagt. Oft wird der Typ-2 Diabetes auch Altersdiabetes genannt, weil er oft erst im höheren Lebensalter auftritt. Die Anfälligkeit für diese Erkrankung ist erblich, obwohl noch kein einzelnes krankmachendes Gen gefunden werden konnte. Das verminderte Ansprechen der Körperzellen auf Insulin, man spricht von Insulinresistenz, wird besonders durch fettreiche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel verstärkt. Über 80% der Typ-2 Diabetiker sind übergewichtig. Dies fällt meist erst im höheren Alter ins Gewicht, da die Insulinempfindlichkeit mit steigendem Lebensalter abnimmt. Oft ist der Blutzucker über Jahre nur leicht erhöht und die Krankheit wird dadurch erst spät erkannt. Spätkomplikationen haben schon begonnen.
Besonders empfindlich reagieren die Gefäße auf über lange Zeit zu hohe Zuckerspiegel. Damit steigt die Chance einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden erheblich. Bei vielen reicht Ernährungstherapie und Gewichtsreduktion schon aus um den gestörten Stoffwechsel wieder ins Lot zu bringen. Beim Typ-1 sind die Inselzellen zerstört Normalerweise wird unser Insulin in den sogenannten Inselzellen der Bauchspeicheldrüse gebildet. Werden diese zerstört, können wir kein Insulin mehr bilden. Bei Typ-1 Diabetiker kommt es aus noch unbekannten Gründen zu einer chronischen Entzündung genau dieser Zellen.
Einige Forscher vermuten, dass der Körper gegen bestimmte Viren oder Nahrungsbestandteile Antikörper bildet, die auch auf die Inselzellen passen. Teilweise ist eine Erblichkeit dieser Eigenschaft nachgewiesen worden. Erst wenn fast alle Zellen zerstört sind, macht sich das bemerkbar, dann ist es allerdings schon zu spät um den Prozess noch aufzuhalten. Typ-1 Diabetiker müssen das fehlende Insulin täglich ersetzen. D.h. sie müssen täglich oft mehrmals spritzen. Die Insulinmenge, die gespritzt werden muss, richtet sich nach der Menge an Nahrung die verzehrt werden soll. Dabei versucht man die natürliche Funktion der gesunden Bauchspeicheldrüse möglichst genau nachzuahmen. Am besten gelingt das heutzutage mit einer Insulinpumpe.
Insulin - halb so schlimm
Der größte Teil der Typ-2-Diabetiker ist übergewichtig. Und die meisten von ihnen benötigten überhaupt keine Medikamente, weder Tabletten und schon gar kein Insulin - würden sie nur kräftig abnehmen und ihr Normalgewicht erzielen.
Was passiert im Körper?
Bei einem normalgewichtigen Typ-2-Diabetiker mit vernünftiger Ernährung produziert die Bauchspeicheldrüse noch für eine lange Zeit so viel Insulin, dass es ausreicht, den Körper zu versorgen. Bei Übergewicht aber reicht das vorhandene Insulin nicht mehr aus. Denn das mit dem Übergewicht in Verbindung stehende vermehrte Fettgewebe verursacht eine sogenannte Insulinresistenz. Das bedeutet: Die Bauchspeicheldrüse muss ständig mehr Insulin produzieren, als bei Normalgewicht nötig wäre. Das Resultat daraus: Sie wird vorzeitig erschöpft. Die Insulinproduktion lässt im Laufe der Zeit immer mehr nach.
Um den Blutzucker auf einem akzeptablen Niveau zu halten, benötigt der Typ-2-Diabetiker schließlich Medikamente, die die Bauchspeicheldrüse zu weiterer Insulinbildung anregen - Antidiabetika in Form von Tabletten. Das kann Jahre gut gehen, oft bis ans Lebensende. Oder aber die Bauchspeicheldrüse stellt
irgendwann ihre Insulinproduktion ein.
Keine Angst vor der Spritze!
Ohne das Hormon Insulin kann der Mensch bekanntlich nicht leben. Denn nur mit seiner Hilfe werden die zu Traubenzucker (Glukose) abgebauten Kohlenhydrate in die Zellen eingeschleust. Fehlt Insulin, würde der Blutzucker schnell auf gefährliche Höhen ansteigen und den Körper "vergiften". Um dem zu entgehen, müssen sich auch Typ-2-Diabetiker, mit kaum noch vorhandener eigener Insulinproduktion zusätzlich zu ihren Tabletten täglich Insulin spritzen. Häufig reicht dazu eine Injektion am Tag - entweder morgens oder abends. Richtig gelernt, ist Insulin-Spritzen gar nicht schlimm. Und es ist auch kein Merkmal für die Schwere des Diabetes, wenn gespritzt werden muss. Es kommt vielmehr darauf an, ob der Stoffwechsel auf Dauer gut eingestellt werden kann. Leider gibt es bis heute noch keine Möglichkeit, Insulin zum Beispiel als Tablette dem Körper zuzuführen. Da Insulin ein Eiweißkörper ist, würde es durch die Verdauungssäfte in Magen und Darm in seine Bestandteile zerlegt. Es käme also gar nicht erst in die Blutbahn. Aus diesem Grund muss es gespritzt werden.
Verschiedene Insuline - unterschiedliche Wirkungsdauer
Normalinsulin wirkt schnell und kurz, ähnlich dem aus der Bauchspeicheldrüse abgegebenen Insulin. Es wird auch als Altinsulin, kurzwirkendes, schnellwirkendes, Essenz- oder Bolus-Insulin bezeichnet. Normalinsulin kann mit Verzögerungsinsulin in einer Spritze gemischt werden (allerdings nicht mit
solchen, die Zink enthalten!).
Verzögerungsinsulin enthält einen Bestandteil, der dafür sorgt, dass das Insulin nur langsam ans Blut abgegeben wird. Verzögerungsinsulin wird auch als Intermediär- oder Langzeitinsulin bezeichnet.
Mischinsulin besteht aus einer festen Mischung von Normal- und Verzögerungsinsulin. Die Firmen bieten eine breite Palette fertiger Mischungen in verschiedenen Mischungsverhältnissen an. Das Mischungsverhältnis wird dabei als Zahl nach dem Namen angegeben. So enthält zum Beispiel das fertige
Mischinsulin Actraphane HM 30/70 30 Prozent Normalinsulin und 70 Prozent Verzögerungsinsulin.
Normalinsulin - Verzögerungsinsulin
Wirkungseintritt nach 10-15 Minuten nach 90 Minuten
stärkste Wirkung nach 1-2 Stunden nach 4-6 Stunden
Wirkdauer ca. 4-5 Stunden ca. 10-12 Stunden
Anhand der Essgewohnheiten und der gemessenen Blutzuckerwerte sucht der Arzt das geeignete Insulin individuell für jeden Diabetiker aus. Dabei ist ein einmal empfohlenes Schema niemals ein starres. Der Insulinbedarf kann sich verändern.
So steigt der Insulinbedarf bei akuten Erkrankungen (besonders bei Fieber) oder bei Gewichtszunahme (auch durch Medikamente, z.B. Kortison). Andererseits sinkt der Insulinbedarf bei Gewichtsabnahme und bei körperlicher Bewegung.
Wenn Probleme auftreten, Ihre selbst ermittelten Blutzuckerwerte unbefriedigend sind, reden Sie auf jeden Fall umgehend mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie Fragen zur richtigen Spritztechnik haben, zur Lagerung und Handhabung Ihres Insulins oder Ihre Ernährung umstellen wollen, beantwortet Ihnen Ihre Apotheke gerne diese Fragen, berät Sie oder übt mit Ihnen das richtige Spritzen.
Das "Blutzuckergedächtnis"
Ein Blutzuckerwert, der die Höhe des Blutzuckers über einen Zeitraum von etwa acht Wochen aus der Vergangenheit erfassen kann, ein richtiges "Blutzuckergedächtnis" also, ist der HBA1C-Wert.
Warum ist das so wichtig?
Wenn es gelingt, die Blutzuckerwerte im normalen Bereich zu halten, dann lässt sich das Auftreten von Folgeerkrankungen verzögern, ja sogar vermeiden. Einerseits gibt es Typ-2Diabetiker, bei denen gerade ein Diabetes festgestellt wurde, die jedoch bereits Folgeschäden eines überhöhten Blutzuckers entwickelt haben. Andererseits gibt es aber auch Diabetiker, die schon seit Jahrzehnten diese Krankheit haben, ohne dass es zu Veränderungen an Nieren, Augen oder Füßen gekommen ist. Letzteres sollte auch Ihr Ziel sein! Dabei hilft die vierteljährliche Bestimmung des HBA1C-Wertes.
Was bedeutet HBA1C?
Genau genommen gibt es zwei Blutwerte, den HBA1-Wert und den HBA1C-Wert. Überwiegend wird der HBA1C-Wert bestimmt. Er gibt an, wie viel Traubenzucker an Hämoglobin, das ist der rote Blutfarbstoff, angelagert wurde. Beim HBA1 - Wert werden zusätzlich auch die Abbauprodukte des Traubenzuckers erfasst. Damit liegen diese Werte etwa um 30 Prozent höher als beim HBA1C. Letztlich spielt es keine Rolle, welcher der beiden Werte ermittelt wird. Wichtig ist nur, dass Sie den jeweiligen Normbereich kennen, damit Sie wissen, wie weit Ihr eigener Wert davon entfernt ist.
Beurteilung des HBA1C-Wertes:
HBA1C HbA1 Beurteilung
3-6 % 5-8 % Normalbereich für Nichtdiabetiker
3-6 % 5-8 % labormäßig normale Einstellung für r Diabetiker
- wünschenswert in der Schwangerschaft, sonst Vorsicht: Hypoglykämiegefahr
6-7 % 8-9 % gute Diabeteseinstellung
7-8 % 9-10 % befriedigende Diabeteseinstellung
über 8 % über 10 % unbefriedigende Diabeteseinstellung
Individuelle Zielwerte
Nicht diese Werte radikal zu senken, ist das Ziel. Dies wäre nur über ständig sehr niedrige Blutzuckerwerte zu erreichen. Die Folgen davon aber wiederum wären häufige, gefährliche Unterzuckerungen. Gemeinsam mit Ihrem Arzt sollten Sie daher Ihren individuellen anzustrebenden HBA1C -Wert festlegen. Eingetragen im Gesundheitspass Diabetes lässt er sich immer mit den gemessenen Werten vergleichen, egal, wo die Messung erfolgt.
Aber Achtung!
Die Ergebnisse unterschiedlicher Labors können bei diesem Wert schwanken. Das liegt einerseits an den verschiedenen Untersuchungsmethoden, die eingesetzt werden, andererseits weisen alle heutigen Methoden noch eine gewisse Ungenauigkeit auf. Fragen Sie deshalb stets danach, welcher Wert als
normaler HbA1C -Wert für Nicht - Diabetiker gilt. Damit können Sie dann letztlich Ihren eigenen ermittelten Wert vergleichen und beurteilen.
Ein guter HbA1C - Wert bedeutet kein oder nur ein gering erhöhtes Risiko für Folgeschäden Ein hoher HBA1C - Wert bedeutet gleichzeitig ein hohes Risiko für Folgeschäden. Bei einem hohen HbA1C - Wert ist beispielsweise die Sauerstoffversorgung über das Blut eingeschränkt. Dies wird verursacht durch
Zuckerablagerungen am Hämoglobin. Auch in den Blutgefäßen, an den Organen lagert sich Traubenzucker ab. So kommt es durch derartige langfristige Blutzuckererhöhungen zur Entwicklung von Folgeschäden.
Folgeschäden können auftreten:
Bezeichnung:
Der HbA1C - Wert ist also der entscheidende Messwert, mit dem die durchschnittliche Diabeteseinstellung beurteilt werden kann. Je länger und je öfter der Blutzucker in den vergangenen sechs bis acht Wochen vor der Ermittlung des Wertes erhöht war, um so mehr Hämoglobin konnte sich mit Traubenzucker
verbinden. Streben Sie deshalb an, regelmäßig einmal im Vierteljahr den HbA1C - Wert bestimmen zu lassen. Fragen Sie in Ihrer Apotheke danach! Gern hilft man Ihnen weiter oder bestimmt diesen Wert. Auch wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihre Apotheke.
Spritzen
Sicher haben Sie es auch schon erlebt. Sie spritzen nun seit vielen Jahren und immer häufiger treffen Sie auf verhärtete Stellen in der Haut. Diese Stellen sind mit der Nadel kaum noch zu durchdringen und fühlen sich auch nicht schön an.
Da Ihnen noch viele "Spritzjahre" bevorstehen, sollten Sie einige Tipps beachten, damit Sie diese Jahre mit heiler Haut überstehen.
Spritzen, aber bitte mit Köpfchen!
Ein Diabetiker der zum Typ 1 gehört, sticht sich in 40 Jahren ungefähr 60000 mal. Durch die Handhabung der Spritze oder des Pens ergibt sich automatisch, dass man manche Stellen einfach häufiger erwischt.
Diese Hautareale können sich im Laufe der Zeit verändern. Das gespritzte Insulin besitzt nämlich die Eigenschaft auch lokal den Stoffwechsel zu verändern. Das Unterhautfettgewebe, die weiche Unterlage unserer Haut, wird durch das Insulin abgebaut und durch hartes Bindegewebe ersetzt. Ähnlich der Entstehung einer Narbe. Dadurch kommt es zu den unschönen und störenden Verdickungen unter der Haut.
Zudem kann es in den Gebieten, die häufiger der Nadel ausgesetzt sind, zu dauerhaften Schädigungen der feinen Hautnerven kommen. Es entsteht eine sogenannte lokale Neuropathie. Die gepiesackten und gereizten Nerven reagieren mit Juckreiz oder Gefühlsstörungen, die sich in unangenehmem Kribbeln äußern.
Gehen Sie auf Entdeckungsreise!
Sie können die beschriebenen Folgen des Spritzens am besten durch einen häufigen Wechsel der Einstichstellen verhindern. Der Körper bietet Ihnen genügend Ausweichmöglichkeiten.
Die Wahl der Einstichstelle beeinflusst aber auch die Aufnahme von Insulin in den Körper.
Die Hitliste der besten Orte:
Der Oberschenkel ist eine beliebte Stelle, da er gut zu erreichen ist und die Handhabung der Spritze oder des Pens am einfachsten ist. Der Oberschenkel ist sicher die beste Stelle, um das Spritzen zu erlernen oder neue Pens auszuprobieren. Von hier aus gelangt das Insulin langsam in die Blutbahn.
Der Bauch bietet ebenfalls eine gute Fläche. Am besten spritzt man rund um den Bauchnabel, aber bitte nicht in den Nabel selbst, dies könnte zu Entzündungen führen. Von dieser Region wird das Insulin schnell in die Blutbahn transportiert.
Die Außenseiten der Oberarme sind ebenfalls geeignete Stellen. Das Insulin gelangt von hier mittelschnell in den Körper.
Bei der Wahl der Einstichstelle sollten Sie auch beachten, welchen Typ des Insulins Sie spritzen möchten.
Verzögerungsinsuline spritzt man am besten in Stellen von denen aus das Insulin langsam oder mittelschnell in den Körper gelangt, da Sie bei diesem Insulin keinen schnellen Wirkungseintritt erwarten.
Möchten Sie eine schnelle Wirkung erzielen, entscheiden Sie sich am Besten für Normalinsulin und eine Einstichstelle, die eine schnelle Aufnahme des Insulins ermöglicht, z.B. der Bauch.
Falls Sie sich schlecht an die Reihenfolge Ihrer Einstichstellen erinnern können, machen Sie sich doch einen Plan, den Sie in die Nähe Ihrer Pens und Blutzuckerstix aufhängen, so behalten Sie den Durchblick.
Sie können den Plan als Tabelle gestalten oder sogar ein Männchen malen auf dem Sie die Hautareale markieren. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf, Hauptsache der Plan wird fester Bestandteil Ihrer täglichen Routine.
Noch einige Regeln zum Schutz Ihrer Haut: Niemals spritzen in:
Sind Sie sich unsicher, fragen Sie Ihren Apotheker.
Er hilft Ihnen die noch kommenden "Spritzjahre " sicher zu meistern
Der PEN!
Mit dem Pen spritzt sich's leichter
Gut zwölf Jahre ist es erst her, dass ein Injektionsgerät in Größe und Form eines Füllfederhalters (englisch: Pen) vorgestellt wurde. Damit haben die täglichen lnsulin-Injektionen Ihren Schrecken verloren. Diese modernen Spritzhilfen erlauben vor allem älteren Menschen mehr Selbständigkeit und Lebensqualität. Ein großes Angebot verschiedener Hersteller macht es möglich, dass jeder Diabetiker den für seine persönlichen Bedürfnisse geeigneten Pen wählen kann. Ihr Arzt kann Ihnen diesen Pen auf Rezept verordnen.
Allen Geräten gemeinsam ist, dass sie die für den Umgang mit der Spritze und Insulin-Ampulle erforderlichen Arbeitsschritte umgehen.
Mit einem Pen kann man:
Eine Injektion überall durchführen
Unauffällig spritzen
Aufziehfehler vermeiden
zuverlässig Insulin an den Körper abgeben
Zeit sparen
Weitere Vorteile des Pens
Auch sehbehinderten oder völlig erblindeten Diabetikern wird mit dem Insulin-Pen zuverlässiges Spritzen ermöglicht.
Es gibt Pens mit besonders guter Ablesbarkeit der eingestellten Insulinmenge, solche mit einer Abgabe in unterschiedlichen Dosierschritten, von einer bis vier Einheiten pro Klick, seit kurzem auch einen Pen für Dosierschritte von 0,5 Einheiten.
Für sehr ängstliche Menschen steht ein Pen zur Verfügung, bei dem die Nadel einfach durch Federdruck unter die Haut geschoben wird. Die gewünschte Einstichtiefe kann dabei vorher eingestellt werden.
Und es gibt sogar den Einmal-Pen. Er ist vorgefüllt mit der benötigten Insulinsorte. Lediglich die Nadel muss noch ab und zu ausgewechselt werden. Der Vorgang des Patronenwechselns entfällt also einfacher geht's nicht mehr!
Vorsicht! Verwechslungsgefahr!
Eine Gefahrenquelle, die immer wieder zu schweren Zwischenfällen führen kann: Pens enthalten das hoch konzentrierte U100-Insulin. Das bedeutet, in einem Milliliter befinden sich 100 Einheiten Insulin. Die üblichen Ampullen enthalten dagegen U40-Insulin, also lediglich 40 Einheiten pro Milliliter. Fällt nun einmal ein Pen aus, so darf man auf keinen Fall das zweieinhalbmal stärker konzentrierte Pen-Insulin in die üblichen U40 Einmalspritzen aufziehen - eine Unterzuckerung wäre unvermeidlich!
Entweder Reserve-Pen oder U100-Einmalspritzen besorgen.
So wird's gemacht:
1.
Trübes Insulin zunächst durch Schwenken oder Rollen des Pens durchmischen.
2.
Funktionsprobe: die kleinste Dosis bei senkrecht gehaltenem Pen in die Luft spritzen. Damit wird auch eine eventuell vorhandene Luftblase, die durch Temperaturschwankungen entstehen kann, entfernt.
3.
Die erforderlichen Einheiten werden durch Drehen des Dosierknopfes eingestellt. Eine Desinfektion der Hautstelle ist nicht erforderlich.
4.
Nicht immer an die gleiche Stelle spritzen. Die Insulin-Injektionsstellen sollten regelmäßig gewechselt werden. Geeignet sind die Haut am Bauch, am Gesäß oder an den Oberschenkeln. Am besten ist ein Spritzplan.
5.
Mit einer Hand eine Hautfalte abheben, mit der anderen den Einstich durchführen. Dabei werden die eingestellten Einheiten durch Drücken des Knopfes oder Betätigen des Schiebers injiziert.
6.
10 Sekunden warten, dann Nadel herausziehen - so lässt sich vermeiden, dass Insulin aus dem Einstichkanal zurückfließt, was die gespritzte Dosis verringern würde. Dann Tupfer auf die Einstichstelle drücken,
7.
Den Pen, den Sie gerade benutzen, bewahren Sie am besten am Körper auf. Dort ist eine gleich bleibende Temperatur gewährleistet. Noch unbenutzte Patronen sind am besten im Gemüse- oder Butterfach des Kühlschrankes bei 2-8 °C aufgehoben. Einmal gefrorenes oder über 40°C warm gewordenes Insulin (bei Urlaubsreisen dran denken!) ist unbrauchbar!
Was gibt es noch zu beachten?
Noch nicht geleerte Patronen spätestens nach vier Wochen austauschen, bei Temperaturen von über 30°C schon nach der Hälfte der Zeit. Insulin ist ein Eiweißmolekül, das bei Zimmertemperatur nur begrenzt haltbar ist. Den Pen nicht direkt dem Sonnenlicht oder anderen Wärmequellen aussetzen.
· Patronen mit verfärbtem Normalinsulin beziehungsweise mit ausgeflocktem, verklumptem Misch- oder Basalinsulin sofort ersetzen - derartig verändertes Insulin ist unbrauchbar!
Wenn auch nicht jeder unbedingt einen Pen benötigt - für viele ist er doch nützlich und eine große Erleichterung bei der Stoffwechselführung; für manche sogar unverzichtbar.
Gerne erklären wir Ihnen in Ihrer Apotheke die unterschiedlichen Modelle, den Umgang und üben die Handhabung mit Ihnen. Alles, was Sie zum Spritzen benötigen, erhalten Sie bei uns!
Neuentwicklungen in der Diabetestherapie
Nur eine langfristige und am Normalen orientierte Einstellung des Blutzuckers kann Diabetikern Spätschäden ersparen.
Hierzu sind gut wirksame und nebenwirkungsarme Medikamente erforderlich.
Gleichfalls muss die Therapieüberwachung (Sticksen) und die Medikamenten- einnahme (Tabletten/Spritzen) anwenderfreundlich sein. Die Neuentwicklungen in der Diabetestherapie gehen deutlich
diesen Weg, so dass dem Patienten in Zukunft weitere Neuerungen zur Verfügung stehen werden, die bei guter Stoffwechseleinstellung mehr Freiheiten und Komfort bieten.
Fortschritte in der Blutzuckerselbstmessung
Millionen Diabetiker leiden darunter, dass sie zur Zuckerbestimmung bis zu sieben Mal täglich aus ihren Fingerkuppen Blut entnehmen und sich ebenso oft Insulin unter die Haut spritzen müssen.
Wissenschaftler beschreiten verschiedene Wege um den Diabetikern das Leben zu erleichtern.
Eine Entwicklung geht in Richtung kleiner Geräte (Transdermale Sensoren; Spektroskopie), die ohne den obligatorischen Bluttropfen aus der Fingerbeere oder Ohrläppchen auskommen und dennoch
den aktuellen Blutzuckerwert anzeigen.
Jedoch steht bis heute noch kein ausgereiftes Gerät zur Verfügung.
Wissenschaftler der Universität Würzburg arbeiten an einem Verfahren, bei dem der Blutzucker durch einen Blick ins Auge gemessen werden soll. Erste Tests waren bereits erfolgreich.
Aber auch hier wird man noch einige Zeit bis zur Serienreife warten müssen.
Also ist man auch in naher Zukunft auf den kleinen schmerzhaften Pieks angewiesen.
Hierzu nimmt man wie gesagt- die gut durchbluteten Finger oder Ohrläppchen.
Aber gerade an diesen Stellen liegt eine hohe Dichte empfindlicher Schmerzfasern vor, so dass die Blutgewinnung schmerzhaft ist.
Abhilfe kann hier die Stechhilfe Microlet Vaculance schaffen, die es ermöglicht Blut an weniger empfindlichen Stellen zu gewinnen.
Hierzu wird, wie bei den anderen Verfahren, durch eine Lanzette eine kleine Hautläsion (Einstich) gesetzt.
Anschließend wird durch ein vom Gerät erzeugtes Vakuum (Unterdruck) ein Bluttropfen aus der Einstichstelle gewonnen. So kann Blut aus der Daumenwurzel, aus dem Handballen, am Bauch oder an
den Innenseiten von Unterarm oder Oberschenkel weniger schmerzhaft gewonnen werden.
Durch das größere Angebot von Blutentnahmestellen am Körper, wird auch der Vernarbung der Fingerkuppen, durch wiederholte Einstiche an der gleichen Stelle vorgebeugt.
Fortschritte in der Insulingabe
Zur Zeit müssen die Insulingaben über Insulinspritzen mit einer feinen Nadel vom Patienten selbst gespritzt werden.
Eine Interessante Neuerung ist die nadelfreie Injektionshilfe.
Erst im Laufe diesen Jahres, wird auch in Deutschland ein nadelfreier Insulininjektor auf dem Markt kommen.
Das Gerät beruht auf einen Federmechanismus, durch den ein starker Druck aufgebaut wird.
Mittels diesen Druckes wird die benötigte Insulindosis in Form winziger Tröpfchen durch die Haut geschossen.
Dieses Verfahren ist deutlich weniger schmerzhaft, als die übliche subcutane Insulininjektion, aber genauso wirksam.
Vorläufige Untersuchungen zeigen, dass diese neue Form der Insulingabe einen günstigeren Einfluss auf zu Lipoatrophie*
neigenden Patienten haben könnte.
*(= Fettschwund an Stellen, an denen Insulin gespritzt wird)
Neue Oraldiabetika
Die wichtigsten Neuentwicklungen bei den Oraldiabetika sind die Glinide und die Insulinsensitizer.
Die Vorteile der Glinide sind die schnelle und kurze Wirksamkeit. Hierdurch wird mehr Therapiefreiheit bei geringem Unterzuckerungsrisiko gewährleistet.
Die Insulinsensitizer verbessern die Insulinwirkung aufgrund eines neuen Wirkmechanismus.
Auch sie reduzieren die Unterzuckerungsgefahr. Eine sinnvolle Kombination dieser beiden Substanzen mit anderen Antidiabetika ist möglich.
Neue Insuline
Schnellwirksame Insuline
Beim herkömmlichen Altinsulin muss man einen Zeitabstand zwischen dem Insulinspritzen und dem Einnehmen der Mahlzeit einhalten (Spritz-Ess-Abstand).
Die Ursache hierfür beruht darauf, dass sich herkömmliche Insulinzubereitungen erst einmal im Unterhautgewebe in die Einzelmoleküle aufspalten müssen, was ca. 30 Minuten in Anspruch nimmt,
bevor sie ins Blut gelangen können.
Bei den neueren Sprintinsulinen handelt es sich um schnellwirksame Insulinabkömmlinge, die unter die Haut (subcutan) gespritzt, primär in Einzelmolekülen vorliegen, so dass sie ohne
Verzögerung im Blut erscheinen und sofort ihre Wirkung entfalten. Damit entfällt der lästige Spritz-Ess-Abstand von ca. 30 Minuten, so dass sofort nach dem Spritzen des Insulins mit dem Essen
begonnen werden kann.
Beispiele sind das seit 1996 auf dem Markt befindliche Insulin LisPro und das vor kurzem eingeführte Insulin Aspart.
Mit diesen Substanzen liegt ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität vor, weil eine flexiblere Handhabung im Alltag ermöglicht wird.
Neue Basisinsuline
Basisinsuline sorgen für einen über den Tag gleichbleibenden Insulinspiegel. Die bisherigen Basisinsuline liegen als Suspension vor, in denen Insulin in Kristallform enthalten ist.
Das wirksame Insulin wird aber nicht gleichmäßig und sorgfältig frei, so dass sich Absorbtionsschwankungen ergeben.
Dies gilt vor Allem für die Zinkverzögerten Insuline, in etwas geringerem Maße die Verzögerungsinsuline des NPH-Typs.
Dem Ziel eines gleichmäßig über 24 Stunden wirkenden Insulins kommt bislang das Glargin am nächsten.
Das Glargin kristallisiert gleichmäßig mit geringer Löslichkeit an der eingebrachten Stelle aus, wodurch die Aufnahme in den Blutkreislauf langsam und gleichmäßig erfolgt.
Inhalatives Insulin
Zur Zeit wird daran gearbeitet Insuline zu entwickeln, die über die Lunge eingeatmet ins Blut gelangen.
Probleme bestehen momentan darin die Dosierung abzustimmen und repro- duzierbar zu machen.
Eine Markteinführung ist in frühestens 2 Jahren zu erwarten.
Neuer Süßstoff aus Algen
Berliner Wissenschaftler haben aus Algenenzymen einen neuen Süßstoff für die Lebensmittelindustrie gewonnen. Das Enzym namens Xylitol-Dehydrogenase kann aus Zuckeralkoholen Süßmittel für diätische Speisen produzieren. Der Süßstoff habe ähnliche Eigenschaften wie Zucker, besitze die gleiche Süßkraft, jedoch keine Kalorien. Beim Backen wird der Stoff nicht zerstört, sondern sogar wie Zucker schön braun. Zudem soll der neue Stoff keine unerwünschten Effekte anderer Süßungsmittel, wie etwa eine abführende Wirkung, haben. Die speziellen Algen sollen künftig in den Labors des Berliner Unternehmens NovaBiotec zur Süßstoff-Produktion gezüchtet werden.
Die Spätfolgen des Diabetes
Abhängig von der Diabetesdauer, der Güte der Blutzuckereinstellung und möglicherweise weiteren Faktoren (z.B. Vererbung) treten klinische Komplikationen bevorzugt nach etwa 15-25 Jahren Krankheitsdauer auf.
Diese Langzeitkomplikationen betreffen vor Allem die Augen, Nieren, Nerven und die großen Blutgefäße (z.B. Herzkranzgefäße).
Prinzipiell lassen sich die Folgekrankheiten des Diabetes auf folgende Ursachen zurückführen:
1.Veränderungen der kleinsten Gefäße (Mikroangiopathie)
2.Veränderungen der größeren Gefäße (Makroangiopathie)
3.Veränderungen der Nerven (Neuropathie)
Zu 1: Mikroangiopathie
Hierunter versteht man die Verdickung und Einengung kleinster Blutgefäße.
Diese Veränderung führt zu einer Minderversorgung der betroffenen Organe, was sich dann beim Patienten bemerkbar machen kann.
Hauptsächlich sind die Augen- und Nierengefäße (Retino- und Nephropathie) betroffen.
So kann es im Bereich der Augen zu einer Netzhautveränderung kommen, die mit Einblutungen, Narben- und Gefäßneubildungen einhergeht. Folgen sind dann zunehmende Sehverschlechterung,
Netzhautablösung und möglicherweise sogar Erblindung .
Daher sind Diabetiker angehalten alle 6-12 Monate sich beim Augenarzt untersuchen zu lassen, damit frühzeitig wichtige therapeutische Schritte einleitet werden können.
Veränderung der kleinsten Nierengefäße führen zu der sogenannten Nephropathie, die schleichend in die Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) und ins Nierenversagen übergehen kann.
Zu 2: Makroangiopathie
Die Veränderungen der größeren Gefäße, ist die folgenreichste Spätkomplikation der Blutzuckerkrankheit.
Sie bestimmen unter Anderem neben der Schwere der Krankheit (Morbidität) auch die Langzeitprognose (Mortalität).
Hierbei kommt es zu einem arteriosklerotischen Umbau der Gefäße, der zur Einengung dieser führt.
Einige wichtige Folgen, die sich aus der resultierenden Minderversorgung ergeben sind:
Die Einengung der Herzkranzgefäße können zu einer herzbedingten (kardialen) verminderten Leistungsfähigkeit des Patienten oder gar zu einem Herzinfarkt führen. Herzinfarkte können, als Besonderheit beim Blutzuckerkranken stumm verlaufen, das heißt ohne größere Schmerzen. Hierin besteht die Gefahr, dass dieses lebensbedrohliche Ereignis übersehen wird und der Patient nicht rechtzeitig einer angemessenen, lebensrettenden Behandlung zugeführt wird. Die Ursache der stummen Herzinfarkte bei älteren Diabetikern, ist das ebenfalls beeinträchtigte Nervensystem (Neuropathie, s.u.) , was dazu führt, das Schmerz als Warnsystem nur unzureichend funktioniert.
Die Einengung der Arterien, die die Beine versorgen, führen zur sogenannten arteriellen Verschlusskrankheit. Sie zeigt einen stadienhaften Verlauf, der von Schmerzen beim Gehen bis zu
Schmerzen im Ruhezustand (meist nächtlich) reichen kann. Die Maximalform allerdings ist das Absterben Fußes (Gangrän).
Zusammen mit der Veränderung der Nervenversorgung des Fußes, fasst man dieses unter dem Begriff diabetischer Fuß zusammen.
Verengungen der Gefäße betreffen auch die Nierenarterien. Es kann somit auf diesem Wege zu einer Nierenschwäche kommen. Da die Nieren auch an der Blutdruckregulation beteiligt sind, kann auch diese Funktion gestört sein und der Patient an erhöhtem Blutdruck leiden.
Durch Veränderungen der gehirnversorgenden Gefäße, besteht beim Diabetiker ein erhöhtes Risiko eines Schlaganfalls.
Zu 3: Neuropathie
Durchblutungsstörungen und Stoffwechselveränderungen an den Nervenfasern führen zu der sogenannten diabetischen Neuropathie.
Diese Folgekrankheit kann sich in allen Qualitäten des Nervensystems äußern:
1.Empfindungsstörungen (Sensibilitätstörung) wie Schmerzen, Taubheitsgefühl, Missempfindungen (z.B. Gehen wie auf Watte) und herabgesetztes Temperaturempfinden vor Allem im Bereich der
Beine und Arme.
2.Bewegungsstörungen (Störung der Motorik), als Folge einer Muskelschwäche
3.Störung der nervalen Versorgung der inneren Organe ( Autonome diabetische Neuropathie) mit weitreichenden und vielschichtigen Symptomen.
Hierzu einige Beispiele: Herzrasen, Schluckbeschwerden, Völlegefühl des Magens, Darminkontinenz, Blasenentleerungsstörung, Impotenz, gehäufte Harnwegsinfekte und vieles andere mehr.
Auf dieser Seite konnte nur ein Grundriss der wichtigsten Spätkomplikationen der Blutzuckerkrankheit dargestellt werden.
Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass ein durch Medikamente nahezu normal eingestellter Blutzucker zur Verhütung dieser Spätfolgen beitragen kann.
GUT ZU FUSS -
TIPPS FÜR DIE FUSSPFLEGE BEI ZUCKERKRANKHEIT
1. ANSEHEN
Sehen Sie sich mindestens einmal am Tag Ihre Füße an. Nehmen Sie eventuell einen Spiegel zur Hilfe oder bitten jemanden um Hilfe. So entgehen Ihnen Veränderungen nicht und Probleme können frühzeitig behandelt werden. Achten Sie auf Rötungen, Druckstellen, Schwellungen oder Verletzungen. Schmerzen sind keine verlässlichen Warnsignale, da Sie im Rahmen der diabetischen Nervenerkrankung meist vermindert oder ganz erloschen sind. Auch nach einem langen Spaziergang sollten Sie einen kurzen aber genauen Blick auf Ihre Füße werfen, um Druckstellen oder kleine Blasen früh genug zu erkennen. Machen Sie sich diese tägliche "Inspektion" zur lieben Gewohnheit, Ihre Füße werden es danken.
2. WASCHEN
Waschen Sie Ihre Füße jeden Tag am besten mit einer milden, rückfettenden Seife. Das Wasser sollte dabei
nicht zu heiß sein. Falls Sie unsicher sind kontrollieren Sie die Temperatur mit einem Badethermometer. Die Temperatur sollte 38° nicht übersteigen. Dies ist wichtig, da infolge einer Neuropathie die Temperaturempfindung im Fuß herabgesetzt sein kann und schon mancher hat sich so seine Füße verbrüht.
FUSSBÄDER sollten nicht länger als 3 5 Minuten dauern und keine hautreizende Stoffe enthalten.
ACHTUNG: Baden Sie Ihre Füße niemals mit offenen Wunden. Das warme Wasser weicht diese Stellen auf
und Bakterien können leichter in das Gewebe eindringen. Dies kann zu schweren Infektionen führen. Also
bei offenen Wunden die Füße nur kurz mit lauwarmen Wasser waschen.
Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten, welche Zusätze zu einem Fußbad Ihren Füssen gut tun.
3. TROCKNEN
Zuckerkranke Füße mögen es trocken. Nach jedem Waschen sollten Sie ihre Füße sorgfältig abtrocknen.
Besonders die Zehzwischenräume sollten trocken gehalten werden, denn hier siedeln sich gerne Pilze an, die sich nur schwer wieder vertreiben lassen. Ist das Handtuch zu dick um in alle Falten und Ecken zu gelangen, verwenden Sie am Besten ein Wattestäbchen. Diese erhält man auch in größeren Ausführungen, fragen Sie doch mal in Ihrer Apotheke danach.
4. PFLEGEN
Ihre Füße benötigen bei Diabetes eine Extraportion an Pflege. Besonders mögen Sie fetthaltige Cremes ohne Parfumzusätze und Konservierungsstoffe. Zinkpaste und Öle eigenen sich nicht. Am besten cremen Sie Ihre Füße vor dem Einschlafen ein. Wenn Sie dieses Ritual mit einer Fußmassage verbinden möchten Sie bald bestimmt nicht mehr darauf verzichten. Achten Sie aber darauf, dass die Creme gut eingezogen ist, damit ihre Füße nicht zu feucht werden und die Haut aufweicht.
5. ZEHENNÄGEL
Feilen Sie die Nägel Ihre Füße gerade. Die Ecken sollten Sie dabei etwas abrunden, damit das Nagelbett keine Druckstellen bekommt.
Eingewachsene Nägel gehören in die Hände einer professionellen Fußpflege. Sie sind auf die Behandlung
diabetischer Fußprobleme spezialisiert. Finden Sie hier auch keine Hilfe sollten Sie ihren Fuß umgehend
einem Arzt vorstellen.
Um Verletzungen zu vermeiden ( die schlecht abheilen) sollten Sie auf scharfe Gegenstände verzichten.
Lassen Sie also Scheren, Knipser, Zangen oder Raspeln im Schrank.
6. NIE BARFUSS
Sie sollten es vermeiden barfuss oder nur mit Strümpfen bekleidet herumzulaufen. Es kann so unbemerkt zu Verletzungen kommen, die nur scher wieder heilen. Leichte Hausschuhe mit einer guten Sohle beschützten Ihre empfindlichen Füße.
Auch in Schwimmbädern sollte sie darauf achten Badeschuhe zutragen. Hier drohen Splitter, heißer Sand und spitze Steine.
7. KEINE HEISSEN SACHEN
Bei kalten Füssen sollten Sie keine Wärmflasche, Heizkissen oder Föne zu erwärmen verwenden. Gewöhnen Sie Ihre Füße langsam an den Temperaturwechsel, indem Sie Wollsocken anziehen, die nicht drücken oder einschneiden.
8. DER RICHTIGE STRUMPF IST TRUMPF
Ihre Strümpfe sollte möglichst keine Nähte oder einengende Ränder haben. Sehr wichtig ist auch ein hoher Anteil an Naturmaterialien. Am liebsten mögen ihre Füße reine Baumwollsocken. Darin können sie am Besten atmen und bleiben immer schön trocken.
Beim Anziehen sollten Sie darauf achten, dass sich keine Falten bilden. Dies sollten Sie auch mehrmals am
Tag kontrollieren, indem Sie öfter die Schuhe ausziehen und ihre Strümpfe neu richten. So vermeiden Sie , dass Blasen entstehen, die sich infizieren können.
9. ACHTUNG HÜHNERAUGE
Hat es Sie einmal erwischt und Ihre Füße ziert ein Hühnerauge- Finger weg. Hühneraugen gehören in die Pflege professioneller Hände. Lassen Sie sich diesen unbequemen Gesellen von einem Chirurgen oder der Fußpflege entfernen.
10. SCHWIELEN
Bilden sich an Ihren Füssen Schwielen spricht das für eine erhöhte Druckbelastung. Damit sich daraus kein
Geschwür entwickelt sollten sie die Einlagen Ihrer Schuhe verändern oder den ganzen Schuh wechseln.
ACHTUNG: Niemals selbst versuchen Schwielen zu behandeln oder abzutragen. Am Besten sind Sie mit
diesem Problem in einer Fußpflegepraxis aufgehoben. Dort werden die Schwielen mit einer speziellen Technik angetragen. Gleichzeitig hilft das geschulte Personal Ihnen Ihr Schuhwerk optimal anzupassen und auszuwählen.
11. VERLETZUNGEN
Verletzungen an den Füssen sollten Sie niemals mit Fußbädern, Puder oder Salben behandeln. Desinfizieren Sie die Wunde und verwenden Sie mit einem Pflaster oder Mullbinden. Alle notwendigen Mittel erhalten sie in Ihrer Apotheke. Die Pflaster sollten immer "frisch" sein, d.h. das Verfallsdatum nicht überschreiten.
Sollte sich die Wunde entzünden oder sollten Sie Fieber, Schmerzen oder Schüttelfrost bekommen, wenden Sie sich sofort an einen Arzt
12. DEN PILZEN KEINE CHANCE !
Jede Pilzinfektion sollten Sie umgehend von Ihrem Arzt behandeln lassen. Diese Infektion stellen Eintrittspforten für andere Erreger dar und sind meist nur schwer in den Griff zu bekommen. Sollten Sie sich unsicher sein, ob es sich um eine Pilzinfektion handelt können Sie auch zunächst Ihren Apotheker um Rat fragen. Er kann Sie auch bei der Wahl des richtigen Antipilzmedikamentes beraten und ihn weitere Tipps für die Pflege geben.
13. BETTLÄGERIGKEIT
Sollten Sie bettlägerig sein achten Sie darauf, dass Fersen und Knöchel auf einem weichen Polster gelagert sind. Somit verhindern Sie die Entstehung von Druckgeschwüren. Falls Ihre Arme ebenfalls lange Zeit ruhig liegen sollten Sie auch die Armgelenke gut abpolstern.
14. INSPEKTION
Stellen Sie sich regelmäßig bei Ihrem Hausarzt vor und lassen Sie sich über Ihr eigenes Risiko aufklären.
Helfen Sie mit und erinnern Sie auch Ihren Hausarzt an die regelmäßige Inspektion Ihrer Füße. So hat auch Ihr Arzt Vergleichsmöglichkeiten und kleine Veränderungen können früh erkannt und behandelt werden.
15. DER BESTE SPORT
Günstige Sportarten bei Zuckererkrankung sind v.a. Schwimmen und Radfahren. Sie fördern die Durchblutung, schonen aber die Gelenke und besonders Ihre empfindlichen Füße. Außerdem ist das Verletzungsrisiko bei diesen Sportarten geringer.
16. ENTLASTUNG
Sollten Sie bereits unter Fußgeschwüren leiden, versuchen Sie Ihre Füße zu schonen. Verwenden Sie Gehstützen oder Entlastungsschuhe. Vermeiden Sie langes Stehen und beengendes Schuhwerk.
17. DIE BESTEN SCHUHE
Kaufen Sie neue Schuhe nur am Nachmittag, denn zu diesem Zeitpunkt sind Ihre Füße dicker. Somit vermeiden Sie zu enge Schuhe. Neue Schuhe sollten Sie vorsichtig eintragen, damit keine Druckstellen oder Blasen entstehen. Lassen Sie die Schuhe unter Umständen von einem Schuhmacher weiten oder "weich klopfen".
Bevor Sie neue Schuhe anprobieren sollten Sie zunächst das Innere austasten, ob Stellen hervorragen oder ob sich im Inneren eventuell drückende Nähte verbergen.
Schuhe mit Relief oder Noppen sollten Sie meiden, auch diese können unbemerkt Druckstellen hervorrufen.
Es gibt sogenannte diabetesgerechte Schuhe. Diese Schuhe haben ausreichend Platz im Spann, ihr Fußbett ist druckentlastend. Sie verfügen über großräumige Kappen und geben der Ferse genügend Halt, damit sie nicht im Schuh hin - und herrutschen kann. Meist entlasten sie den Vorfuß und ihre Sohle fängt harte Stöße ab.
Außerdem wurde bei ihrer Herstellung auf Innennähte verzichtet. Fragen Sie doch einfach in Ihrer Apotheke nach oder wenden Sie sich an einen orthopädischen Schuhmacher.
Schulkinder und Diabetes
Der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) betrifft in Deutschland etwa 20 000 Kinder und Jugendliche.
Eine Berliner Studie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft belegt, dass der Typ-1-Diabetes bei Kindern zunimmt. Um so wichtiger wird es in Zukunft sein, Betreuer und Lehrer diabetischer Kinder und Jugendlicher über diese Krankheit zu informieren.
Die betroffenen Kinder und Eltern werden in intensiven Schulungen durch Diabetesberaterinnen und Diätassistentinnen mit den verschiedenen Insulinen, Spritzen, Selbstkontrolle und natürlich mit der richtigen Ernährung vertraut gemacht.
Folglich lässt sich bei Kindern zu Hause und mit Hilfe der Eltern der Stoffwechsel meist ganz gut unter Kontrolle halten.
In der Schule sind die Kinder auf sich selbst gestellt. Hier gilt es den kleinen Patienten auf diese neue Situation vorzubereiten und den Lehrern, Betreuern und Eltern von Mitschülern Informationen bereitzustellen um den Umgang mit diabetischen Kindern zu erleichtern.
Einen kleinen Beitrag in diese Richtung sollten die folgenden Informationen und Tipps beisteuern.
1. Diabetes nicht verheimlichen.
Eltern und betroffene Kinder sind angehalten aus dem Diabetes kein Geheimnis zu machen. Denn sollte doch einmal etwas passieren, kann nur jemand helfen, der von der Zuckerkrankheit und von den möglichen Komplikationen weiß.
Am besten erhalten Personen, die mit den Kindern zu tun haben ein Merkblatt mit den wichtigsten Informationen. Diabetikerausweise sollten in alle Taschen, Jacken und Schulranzen gesteckt werden.
2. Das Wichtigste stets dabeihaben.
In Apotheken sind Täschchen erhältlich, die am Gürtel getragen werden können und viel Platz bieten:
Stechhilfe, Lanzetten, Tupfer, Teststreifen, Messgerät, Traubenzucker, Telefonkarte, Kleingeld, Diabetiker-Ausweis und außerdem zwei Pens passen hinein.
3. Unterzucker erkennen und schnell beheben lernen.
Diabetische Kinder lernen im Rahmen der Diabetesschulung die Unterzuckerung kennen und sie mit Hilfe von Traubenzucker zu beheben. Die Unterzuckerung kommt weit häufiger vor als
ein zu hoher Blutzucker (siehe Punkt 4).
Häufige Anzeichen einer Unterzuckerung sind:
· Gesichtsblässe
· Vehaltensänderungen
· Konzentrationsstörungen
· Schweißausbrüche
· Schneller Puls
· Heißhunger
In fortgeschrittenen Stadien:
· Kopfschmerzen
· Seh- und Sprachstörungen
· Schläfrigkeit / Verwirrtheit
· Bewusstlosigkeit
· Krampfanfall
Als Ursachen können eine fehlende Abstimmung von Insulin, Nahrung und Sport, eine vergessene Mahlzeit oder eine Infektion sein.
Abhilfe können schnell ins Blut aufnehmbare Kohlenhydrate schaffen. Dies können Traubenzuckertäfelchen- von denen jedes diabetische Kind einen Vorrat bei sich haben sollte, normale Cola-/Limo-Getränke (keine Light-/Diätprodukte!) oder Gummibärchen sein.
Nicht ganz so schnell wirksam sind Würfelzucker, Brot oder Obst, auf die notfalls aber auch ausgewichen werden kann.
Wichtig ist, dass die Kohlenhydrate bereits bei den ersten Anzeichen der Unterzuckerung (z.B. Konzentrationsstörungen) gegeben werden und jede weitere körperliche Tätigkeit unterbrochen werden muss.
Ratsam ist es einige Traubenzuckertäfelchen im Klassenzimmer, im Lehrerzimmer und in der Sporthalle zu deponieren.
Das erhöht die Sicherheit. Auf keinen Fall darf das diabetische Kind bei einer Unterzuckerung aus der Klasse oder gar nach Hause geschickt werden.
Unterbleibt bei einer Unterzuckerung die Kohlenhydratzufuhr, kann es zu Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen kommen.
In solchen Fällen, muss sofort ein Arzt oder Notarzt mit der Information Unterzucker bei Diabetes! gerufen werden.
4. Erhöhter Blutzucker erkennen
Eigentlich ist der erhöhte Blutzucker unter Insulintherapie und sorgfältigen Blutzuckerkontrollen etwas seltenes. Dennoch kann es durch Spritz- und Ernährungsfehler, Erkrankungen und hohem Stress dazu kommen.
Die häufigsten Anzeichen eines hohen Blutzuckers sind:
· Starker Harndrang
· Starker Durst
· Rasche Ermüdbarkeit
· Übelkeit
· Azetongeruch ( riecht wie Nagellackentferner oder überreifes Obst)
Einige dieser Zeichen gleichzeitig am Patienten beobachtet, sind ein Hinweis auf eine Stoffwechselentgleisung. Auch hier gilt es so schnell wie möglich ärztlich Hilfe anzufordern.
5. Klassenfahrten und Schulausflüge
Hier wird von den Lehrern und Begleitpersonen etwas mehr Aufmerksamkeit gefordert, als bei den gesunden Mitschülern. Die Aufsichtspersonen sollten darauf achten, dass die jeweiligen Zeiten für Einnahme der Mahlzeiten und die Spritzzeiten eingehalten werden. Stehen ungewohnte körperliche Belastungen, wie Wanderungen, Ski- und Badetage an, sollte spätestens am Vortag mit dem diabetischen Kind und seinen Eltern die Anpassung der Ernährung und Insulindosis besprochen werden. Zur Sicherheit hat der Lehrer oder die Lehrerin eine Packung Traubenzucker dabei.
6. Grundsätzliches
Diabetische Kinder sollten die Möglichkeit haben, jederzeit zu essen, zu trinken, zu Spritzen oder eine Blutzuckerkontrolle durchzuführen. Darüber hinaus ist jedoch jede Sonderstellung zu vermeiden. Diabetische Kinder sind nicht mehr oder weniger begabt, faul oder fleißig als andere Schüler.
Sportlich bei Diabetes?
"Wie viele BE muss ich zusätzlich essen, wenn ich zwei Stunden spazierengehe? Wie viele Einheiten Insulin muss ich weniger spritzen, wenn ich eine Stunde schwimme?" Das sind häufig gestellte Fragen, die leider nicht mit einer allgemeingültigen Regel beantwortet werden können.
Denn Sport ist nicht gleich Sport. Außerdem bedeutet körperliche Bewegung nicht für jeden das gleiche. Unter "Sportliche Betätigung" versteht man nicht nur Leistungssport, sondern Tätigkeiten, wie z.B. Haushaltsputz, Gartenarbeit, Autowaschen oder aber auch ein anstrengender Weihnachtseinkauf können körperlich sehr belastend sein und eine schwere zur Folge haben, wenn keine Therapieanpassung vorangegangen ist. Es gibt viele Faktoren, die bei der körperlichen Aktivität eine Rolle spielen:
· Art, Dauer und Intensität der Bewegung; je höher diese angesetzt werden, desto stärker ist der Blutzuckerabfall
· Art und Menge der injizierten Insulindosis; je mehr Insulin sich im Körper befindet, desto stärker ist der Blutzuckerabfall
· Art und Menge der Kohlenhydrate; faserreiche Kohlenhydrate halten den Blutzucker länger konstant
· Tageszeit; der Insulinbedarf variiert tageszeitenabhängig, ebenso die Auswirkungen von Bewegung auf den Stoffwechsel
· Trainingszustand; Untrainierte haben geringere Glykogenspeicher, so dass die körpereigene Glukosezufuhr zur Deckung des erhöhten Energiebedarfes schneller erschöpft ist
· aktueller Ausgangsblutzucker
Um besser verstehen zu können, wie der Blutzucker unter Bewegung reagiert, müssen wir uns klar machen, was generell im menschlichen Organismus passiert, wenn wir uns bewegen:
Stoffwechselprozesse beim Sport:
Bei einem mit Insulin behandelten Diabetiker sieht es so aus, dass mit körperlicher Belastung die Mobilisation von gespritztem Insulin beginnt und damit der Insulinspiegel steigt. Zudem erhöht sich auch die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen. Außerdem werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet, wie z.B. Katecholamine.
Es kommt zur vermehrten Glukoseaufnahme in die Zelle; gleichzeitig aber auch zur ungenügenden Glukoseproduktion. Alles in allem kann es zur Hypoglykämie kommen, was bedeutet das der Körper zu wenig Glukose zur Verfügung hat und es zur Stoffwechselentgleisung führen kann.
Bei einem nicht mit Insulin behandelten Diabetiker kommt es auch zur Ausschüttung von Stresshormonen.
Das führt zur verminderten Glukoseaufnahme in die Zelle und zur vermehrten Glukoseproduktion. Zudem werden vermehrt Azeton und seine Vorstufen produziert und kann zur Hyperglykämie ( zuviel Zucker im Blut ) oder im schlimmsten Fall zur massiven Ketoazidose kommen.
Wenn der Blutzucker im Normbereich beim insulinpflichtigen Diabetiker ist, muss die Insulinmenge (Normal- und/oder Verzögerungsinsulin/Basalrate) reduziert und/oder die Menge an zugeführten Kohlenhydraten gesteigert werden.
Beim nicht insulinpflichtigen Diabetiker besteht bei sportlicher Betätigung eindeutlich erhöhter Blutzucker/absoluter Insulinmangel: Bei hohen Blutzuckerwerten muss ein Azetontest durchgeführt werden. Der entscheidende Parameter, ob Sport durchgeführt werden darf oder nicht, ist daher nicht die Höhe des Blutzuckerwertes, sondern das mögliche Vorhandensein von Ketonkörpern. Bei positivem Ketonkörpertest, darf kein Sport ausgeübt werden: Sie haben dann einen Überschuss an sauer reagierenden Stoffen im Blut (Ketoazidose) und sollten sofort alle erforderlichen Maßnahmen zur Therapie der Ketoazidose durchführen. Sollten Sie unsicher sein, setzen Sie sich bitte sofort mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung.
Wichtig: Vor jeder körperlichen Aktivität den Blutzucker testen. Bei sehr hohen Blutzuckerwerten über 250 mg% auch eine Ketonkörper- bzw. Azetontest durchführen.
TIPP : Führen Sie ein Sporttagebuch !
Viele sportbegeisterte Diabetiker haben ihr eigenes Sport- und Diabetes-Tagebuch entwickelt, in welchem sie ihre unterschiedlichen sportlichen Aktivitäten (mit Sportart, Dauer, Intensität, Witterungsverhältnisse, Tageszeit etc.) in Kombination mit den dafür vorgenommenen Stoffwechselanpassung (Erhöhung der Kohlenhydratzufuhr und Reduktion der Insulindosis) notieren und so nie ihr körperliche Wohl aus dem Auge verlieren. So kann Sport ohne Angst wieder viel Spaß machen!
Reisen mit Diabetes Was muss man beachten!
Ganz klar, auch mit Zucker kann man die Welt erobern, aber Achtung: Einige Vorkehrungen sind zu treffen, um die eigene Gesundheit zu schützen und eventuellen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen.
Probleme bei der Einreise
Wenn man z.B. in die USA reist, sollten Diabetiker, die Insulin spritzen ein englischsprachiges Attest vom Hausarzt oder eine Übersetzung eines deutschsprachigen Attestes durch ein entsprechenden amerikanischen Konsulates mitführen welches für Erleichterung bei der Einreise sorgt. Die Zollkontrollen sind sehr streng, denn sobald Spritzen oder Medikamente in Ampullen auftauchen, wird an eine Drogenabhängigkeit gedacht.
Zeitverschiebung
Von besonderer Bedeutung ist aber gerade bei weiten Reisen, dass sich bei insulinspritzenden Diabetikern Zeitverschiebungen im Tagesplan ergeben können.
Dabei muss die Insulinmenge nach Blutzuckerselbstkontrolle oder Harnzuckerbestimmung angepasst werden.
In der Regel wird bei langen Flugreisen eine Änderung (Erhöhung oder Minderung) der Insulindosis erforderlich, um auf diese Art und Weise die zahlreichen Zeitzonen ohne Probleme zu überspringen. Klären Sie die Frage, ob bei Ihnen eine Änderung der Insulindosis erforderlich ist, rechtzeitig mit Ihrem Arzt.
Zur Reiseapotheke Speziell für den Diabetiker:
Folgende Gegenstände gehören bei Flugreisen ins Handgepäck, damit beim Verlust eines Koffers trotzdem die Selbstkontrolle und die Behandlung ohne Zeitverlust fortgesetzt werden können, auch wenn die Stewardessen einen Notfallkoffer bereit haben:
Zur Selbstkontrolle
· Blutzuckermessgerät mit Teststreifen und Lanzetten
· Harnzucker-Ketonkörper-Urinteststreifen
· Notizbuch zum Eintrag der Werte
Bei Insulintherapie:
· Vorrat an Insulin und Pens für mindestens 24 Stunden
· Liste über das verordnete Insulin und die Dosierung. Dies ist wichtig, z. B. bei Verlust des Gepäcks oder Diebstahl
Für den Notfall
· Gesundheitspass Diabetes mit den bisherigen Daten
· Glukagon
· Traubenzuckerwürfel und eventuell noch weitere "Notfall-Kohlenhydrate" wie Kekse und Obst
· Allergieausweis, falls vorhanden
· Liste mit Arzneimittelunverträglichkeiten oder - Allergien
· Telefon- und/oder Handy-Nr. der nächsten Angehörigen
Ins aufgegebene Gepäck gehören:
· Adressen von Konsulaten und Botschaften
· Adressen von Diabetologen und internationalen Apotheken
· Vorrat an Insulin und Pens für mindestens 24 Stunden
· eventuell ein Rezept Ihres Ärzte für Insulin
· Temperatur-Schutzbox z.B. aus Styropor zum Schutz des Insulins
· Ersatzbatterien für das Blutzuckermessgerät
· Spritzen für die Injektion von Normalinsulin bei Verlust von Pen
· Umrechnungstabellen für Nahrungsmittel, besonders auf die Ernährung im jeweiligen Reiseland zugeschnitten.
So ausgestattet, wird Sie der Diabetes nicht weiter belasten und Sie können sorgenfrei in die Sonne starten. Viel Spaß!
Schwangerschaftsdiabetes oder
Diabetes in der Schwangerschaft
- gut informiert ist die Hauptsache!
Grundsätzlich wird einmal zwischen dem Diabetes, den man aufgrund einer Schwangerschaft bekommt und dem Diabetes der schon vor der Schwangerschaft besteht unterschieden.
Beide Formen benötigen eine intensive Kontrolle und differenzierte Aufklärung der Patientin, denn auch wenn die Zuckerkrankheit gut einzustellen ist, ist das Risiko einer Schwangerschaftskomplikation erhöht. Dazu gehören z.B. eine erhöhte Fehlgeburtsrate, kindliche Missbildungen, Frühgeburt, Plazentainsuffizienz usw.. Ein großes Problem stellt die sogenannte fetale Makrosomie dar. Das Kind ist in diesem Fall deutlich größer und schwerer als normale Kinder und kann bei der Geburt locker über 4000g wiegen. Diese Fetopathia diabetica ist Folge ständig zu hoher Blutzuckerwerte der Mutter.
Denn durch diese Hyperglykämie (Zucker hoch !) wird die kindliche Bauchspeicheldrüse so stimuliert, dass sie zuviel Insulin produziert und somit zu einer vermehrten Fetteinlagerung führt. Trotz der äußerlich bestehenden Reife des Fetus, kommt es jedoch zu einer verzögerten Organreifung und damit z.T. zu einem Atemnotsyndrom. Gut zu wissen, oder?
Das ist natürlich kein Grund direkt Panik zu bekommen und von einer Schwangerschaft abzusehen, jedoch sollte man darauf achten, den Blutzucker im Blick zu haben. Eine gute Stoffwechseleinstellung ist das A und O, denn bei exakter Kontrolle können diese Komplikationen meist vermieden werden.
Idealerweise sollte bei Diabetikerinnen die Schwangerschaft geplant sein, d.h., eine Empfängnis sollte nur bei normnaher Blutzuckereinstellung stattfinden, um das Risiko von Komplikationen möglichst niedrig zu halten.
Der Schwangerschaftsdiabetes
In bis zu 5 % aller Schwangerschaften kommt es zu einer hormonell bedingten Zuckerkrankheit.
Weil das ein nicht gerade seltenes Ereignis darstellt, wird spätestens in der 24. - 26. Schwangerschaftswoche ein regelmäßiges Screenig durchgeführt; z.B. mit Hilfe eines oralen Zuckerbelastungstest. Ist tatsächlich ein Diabetes festzustellen, ist das weitere Vorgehen kein Grund direkt Insulin spritzen zu müssen. In den meisten Fällen reicht es aus eine sorgfältige Diättherapie durchzuführen. Genauere Informationen erhalten Sie dazu bei ihren Arzt.
Falls eine Diät allein nicht ausreicht, muss jedoch mit Insulin behandelt werden, da die oralen Antidiabetika in Form von Tabletten auf den Fetus eine schädigende Wirkung haben und auf keinen Fall benutzt werden dürfen.
Nach der Geburt besteht bei den meisten Schwangeren der Diabetes nicht weiter. Allerdings besteht ein deutlich erhöhtes Risiko, in den nächsten Jahren an einem Diabetes Typ-2 zu erkranken.
Diabetes in der Schwangerschaft
Darunter versteht man den schon vor der Schwangerschaft bestehenden Diabetes.
So wie sonst auch muss zwischen einer Diabetikerin Typ 1 oder Typ 2 unterschieden werden.
Wobei man natürlich erwähnen muss, dass ein Diabetes Typ 2 nicht ganz so häufig ist, weil er sich oft erst in späteren Lebensjahren manifestiert. Wie oben schon dargestellt muss dann aufgrund der schädlichen Wirkung der oralen Diabetestherapie auch eine intensivierte Insulintherapie angestrebt werden. Nach Feststellung einer Schwangerschaft sollten über die ganze Schwangerschaft zwei- bis vierwöchentliche ambulante Kontrollen einschließlich HbA1c, Urin- und Blutdruckkontrolle erfolgen sowie in jedem Drittel der Schwangerschaft eine Kontrolle des Augenhintergrundes.
Die Insulintherapie wird als intensivierte Therapie oder Pumpentherapie durchgeführt nach den bekannten Prinzipien . Die Blutzucker-Selbstkontrolle sollte jedoch häufiger erfolgen, nämlich vor jeder Mahlzeit und eine bis 1 ¸ Stunden nach jeder Mahlzeiten, also mindestens 6 - 8mal täglich.
Als Zielwerte gelten Nüchtern-Blutzucker unter 90 mg% und eine Stunde nach den Hauptmahlzeiten unter 120 mg%, der HbA1c-Wert sollte idealerweise unter 5,5% liegen.
Im Schwangerschaftsverlauf ist außerdem darauf zu achten, dass in der Frühschwangerschaft der Insulinbedarf erniedrigt ist, so dass die Gefahr einer Hypoglykämie (zuwenig Zucker) größer ist.
In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft ist der Blutzucker in der Regel wesentlich stabiler als in der Nicht-Schwangerschaft und leichter einstellbar. Aufgrund der zunehmenden Insulinresistenz kann der Insulinbedarf um ca. 30 - 50% ansteigen.
Die Entbindung sollte bei den geringsten Komplikationen in einer Klinik mit perinataler Maximalversorgung und angeschlossener Kinder-Intensivstation erfolgen.
Knackig braun in der Schwangerschaft - Vorsicht!
"Schön braun zu sein" gehört zu einem von vielen Schönheitsidealen in unserer Zeit. Sich in der Hitze zu braten und einen Sonnenstich zu riskieren, hindert viele Sonnenanbeter nicht.
Schwangere Frauen haben es da leichter! Denn die veränderte hormonelle Situation führt zu einer vermehrten hypophysären Produktion des melonozytenstimulierenden Hormons (MSH). Daraus erfolgt eine gesteigerte Ablagerung von Melanin in der Haut und schenkt aber leider nur z.T. eine angenehme Bräunung. Zudem bewirken die erhöhten Serumspiegel von den Hormonen Östrogen und Progesteron eine zusätzliche, direkte Stimulation der Melanozyten.
Und das ganz ohne UV-Strahlen!
Die Ausprägung der Hyperpigmentierung (vermehrte Pigmentierung) variiert stark und ist vor allem bei dunkelhaarigen Frauen stärker ausgeprägt. Bevorzugte Hautbezirke sind Körperpartien, die sowieso schon vor der Schwangerschaft durch eine vermehrte Pigmentierung auffallen, wie z.B. Brustwarzen, Warzenhof, äußere Genitale, Vulva und Perianalregion.
Außerdem färbt sich typischerweise die Mittellinie zwischen Bauchnabel und Schambein, auch Linea fusca genannt, stärker an.
Ob das noch schön ist, empfindet jeder anders. Sicher ist aber auf jeden Fall, dass es sich bei der Hyperpigmentierung in der Schwangerschaft nicht um eine regelmäßige Bräune handelt.
Hinzu kommt, dass auch im Bereich von Leberflecken oder Operationsnarben Melanin sich vermehrt anreichert.
Besonders als störend empfunden wird das Chloasma uterinum. Bei dieser Bräunung handelt es sich um Pigmentablagerungen im Bereich des Gesichts. V.a. werden der Nasenrücken, die Wangen und die Stirn bevorzugt.
Was man ganz klar beachten muss, ist dass bei vermehrter Sonnenbestrahlung die beschriebenen Hyperpigmentierungen stärker als normal zum Vorschau kommen.
Normalerweise bilden sich diese Verfärbungen nach der Geburt des Kindes langsam wieder zurück. Das kann aber gerade nach intensiver UV-Strahlung z.T. Jahre dauern.
Deswegen sollte man Pigmentflecken vorbeugen.
TIPP:
Mittagssonne meiden
Sonnenschutzcremes mindesten der Stärke 15 benutzen
Lange, leichte Kleidung tragen und v.a. das Gesicht durch einen Hut schützen!
Wenn doch mal ein Fleck als äußerst störend empfunden wird, gibt es besondere Bleichcremes, die eine Linderung verschaffen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass diese erst nach der Geburt des Kindes benutzt werden sollten, da eine schädigende Wirkung auf den Fetus nicht auszuschließen ist.
Während dieser Zeit verwendet man am besten spezielle Abdeckstifte, die die Verfärbungen kaschieren.
Die Hyperpigmentierung während der Schwangerschaft ist etwas ganz physiologisches, wenn man Bescheid weiß und die ohnehin schädliche starke Sonnenanbetung vermeidet, braucht man sich keine Sorgen zu machen, und kann relaxen. Fit in der Schwangerschaft
Wenn man in anderen Umständen ist, dann kümmert man sich besonders um die eigene Gesundheit.
Denn man sorgt ja nicht nur für sich selbst, sondern auch um das erwünschte Baby.
Da stellt man sich natürlich oft die Frage. Was ist eigentlich gesund in der Schwangerschaft und wie viel Sport tut mir bzw. "uns" gut?
So eindeutig kann man das selbstverständlich nicht für jede Frau beantworten.
Sport ist nicht gleich Sport und es kommt vor allen Dingen darauf an, wie fit man vor der Schwangerschaft war. Falscher Ehrgeiz, der erst dann beginn, ist auf jeden Fall fehl am Platz, aber wenn man vorher schon regelmäßig gejoggt ist, kann man damit weitermachen.
Wissenschaftlich ist bewiesen, dass Frauen, die bis zur Geburt weiter laufen ersten weniger an Eigengewicht zunehmen, zweitens kürzere Entbindungen haben und drittens weniger Kaiserschnitte benötigen.
Generell gilt, dass sporttreibende Schwangere die Schwangerschaft besser vertragen, die Wehen besser verarbeiten und sich schneller von der Geburt erholen als unsportliche Frauen.
Sport hält sie also zu zweit in Form, stärkt die Abwehrkräfte und erhöht die Sauerstoffzufuhr.
Besonders Schwimmen, Radfahren und langsames Joggen sind besonders geeignet, da der dicke Bauch dabei nicht stört.
Werdende Mütter sollten sich, was eigentlich auch ganz logisch ist, nicht überanstrengen oder keine körperlichen Leistungen abverlangen, mit denen sie nicht vertraut sind. Vermeidet werden sollten solche Sportarten, bei denen mit eventuellen heftigen Bewegungen oder Stürzen zu rechnen ist.
Rollerbladen z.B. ist also zu gefährlich.
Außerdem ist zu beachten, dass man vor allem viel trinkt und nicht im Hochsommer überhitzt, denn das ist schädlich fürs Baby und für die Mutter.
Falls Blutungen oder gehäufte Kontraktionen auftreten, sollte sofort mit der betriebenen Sportart aufgehört werden.
Vor allem gefährdet sind Frauen, die schon mal eine Frühgeburt hatten. Bitte vorher Rücksprache mit dem behandelnden Frauenarzt halten.
Diese Punkte sollten beim Joggen auf jeden Fall beachtet werden:
wenn eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur besteht, kann die Belastung zu einer Absenkung der Gebärmutter führen, bitte mit ihrem Arzt abklären !
bei mehr als 20% Zunahme ihres Körpergewichts werden die Bänder und Sehnen überlastet
bei einer Risikoschwangerschaft sich nur lockeres Walking oder kräftigende Gymnastik beschränken
Schmerzen in der Hüfte oder Leiste sind Alarmzeichen für eine Instabilität im Becken oder Rumpf
Da Körper und Seele eine Einheit bilden, ist ganz klar ebenso wichtig, dass man seine Psyche "im Griff" hat. Entspannungsübungen für die innere Harmonie sind mindestens genauso wichtig, wie die regelmäßige körperliche Betätigung.
Versuchen Sie die Zeit, während das Kind in Ihrem Bauch wächst, zu genießen und sich gezielt zu entspannen. Gerade wenn einem alles über den Kopf wächst und man ängstlich wird, können spezielle Techniken, wie z.B. Autogenes Training, Yoga oder Qigong benutzen und die innerliche Ruhe stärken.
Diese Ruhepausen können den mütterlich-kindlichen Dialog dienen und Ihnen helfen, sich mit der eventuell neuen Rolle als Mutter zu indentifizieren.